Wie entsteht die Zirndorfer Eisbahn?

Welcher Eislauffan kann es schon erwarten, bis er nach der Sommerpause endlich seine Kuven wieder auf spiegelglattes Eis setzen kann?
Die Zirndorfer Eismeister sorgen dafür, dass das kühle Vergnügen "fast" unabhängig vom Wetter den ganzen Winter hindurch möglich ist. Im September gehen sie auf Seminar, Themen sind hier die Sicherheit, technische Verbesserungen und neue Trends auf dem Eis. Die Überprüfung der Eismaschine, der technischen Anlagen und der Leitungssysteme folgt im Oktober. Und dann heißt es nur noch "Warten auf Kälte und Nachtfrost". Irgendwann im November beginnt schließlich der Aufbau des Eises. Es besteht aus Wasser, dem die Wärme entzogen wird. Dafür sorgen eine Art Wärmepumpe (wie das Aggregat in einem Kühlschrank) und ein Glykolwassergemisch, das durch etliche Kilometer Rippenrohre unter der Eislaufbahn gepumpt wird. Schicht für Schicht wird Wasser mit einem Feuerwehrschlauch aufgesprüht. Dabei muss immer wieder gewartet werden, bis das Eis angefroren ist, und Lufteinschlüsse müssen unbedingt vermieden werden. Nach etwa vier bis fünf Tagen erreicht das Eis die gewünschte Stärke von rund sechs bis acht Zentimetern. Jetzt kommt der spannende Teil: Der Eismeister bewegt die drei Tonnen schwere Eishobelmaschine auf die Eisfläche. Dabei entfernt ein großes Messer die Unebenheiten, heißes Wasser löst die Oberfläche, füllt Risse und Löcher, gefriert und verbindet sich mit dem Eis zu einer spiegelglatten Oberfläche. Im laufenden Betrieb muss die Eisdecke alle anderthalb Stunden mit der Eishobelmaschine geglättet und dann flutscht alles wie geschmiert, oder besser wie gefroren.





